Skip to content
Sean Higgins 11.10.2022 LESEZEIT: 4 MINUTEN

3 Tipps, damit Ihre 3D-Laserscan-Projekte gelingen

Erfahren Sie, wie Branchenexperten Matthew Byrd und Luke Stevenson 3D-Laserscanning nutzen, hybride Arbeitsabläufe implementieren und vieles mehr.

Wenn Sie in die Welt des 3D-Scannens einsteigen oder einfach nur Ihre Fähigkeiten verbessern möchten, gibt es keine bessere Möglichkeit, Ihre Ziele zu erreichen, als ein wenig Zeit mit den Profis zu verbringen.

Daher hat NavVis vor kurzem zwei erfahrene Anwender eingeladen, ihre Erfahrungen aus mehr als drei Jahrzehnten in den Bereichen Landvermessung, Gebäudeerfassung, BIM sowie 3D-Erfassung für Design und Konstruktion zu teilen.

Nachfolgend finden Sie einige der Profi-Tipps von Matthew Byrd, Gründer des Reality Capture Network und Präsident von Nexus 3D Consulting, und Luke Stevenson, Reality Capture Manager & Principal bei der DLR Group.

Die beiden haben ihre Erfahrungen in einem ausführlichen Webinar (auf Englisch) mit uns geteilt, in diesem Artikel finden Sie nun eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte.

 

1. Wählen Sie das richtige Tool nach den Anforderungen Ihres Anwendungsfalls aus

Wer sich mit 3D-Erfassungstechnologie beschäftigt, so Byrd, stelle sich häufig folgende Frage: Sollte ich das Lidar auf meinem Handy benutzen? Oder einen Handheld-Scanner? Vielleicht doch ein Rucksacksystem? Und was, wenn man ein Lidarsystem auf eine Drohne montiert? Wie wäre es mit einem Roboter? Sind terrestrische Scanner noch sinnvoll?

Die Auswahl scheint schier unendlich zu sein. Die richtige Wahl zu treffen, so Byrd, sei jedoch nicht allzu kompliziert:

„Man sollte sich vor Augen führen, was man denn eigentlich erreichen will“, beginnt er. „Jede Art von Projekt bringt andere Anforderungen mit sich. Wollen Sie eine 100 Hektar große Baustelle erfassen? Oder wollen Sie eine Maschine bauen? Handelt es sich um einen Auftrag aus der Architekturbranche?“

Sobald man das Ziel definiert hat, so sagt er, könne man rückwärts arbeiten. Stellen Sie Nachforschungen an, um die Anforderungen des Projekts zu definieren - stellen Sie Fragen zum Budget, zur Genauigkeit, zu den zu erbringenden Leistungen und so weiter. Dementsprechend treffen Sie dann Ihre Wahl, welches Tool Sie verwenden möchten.

matt byrd, hybrider arbeitsablauf

„Ich verwende gerne Schreibgeräte als Beispiel“, sagt Byrd. „Mit einem Edding sollten Sie nicht auf einem Whiteboard schreiben, und Ihren Scheck wollen Sie sicherlich auch nicht mit einem Bleistift unterschreiben.“

 

2. Auch bei Software sind hybride Ansätze sinnvoll

Sie haben wahrscheinlich schon von den Vorzügen hybrider Workflows beim Scannen gehört, bei dem mehrere Erfassungstools für das gleiche Projekt verwendet werden. In der Regel handelt es sich dabei um zwei oder mehr Systeme, etwa ein mobiles Mappingsystem und einen terrestrischen Lidar-Scanner.

Aber hybride Workflows sind nicht bei Hardware eine sinnvolle Option, sondern auch bei Software, findet Stevenson.

Um das besser zu verdeutlichen, ging er näher ins Detail. Da das DLR ein Planungsbüro ist, liegt das Hauptaugenmerk auf der Verwendung von BIM-Software, die BIM-Modelle korrekt und genau darstellen kann. Allerdings käme bei diesen Projekten häufig auch NavVis IVION hinzu, weil es besser geeignet ist, den Kunden die Gebäude zu zeigen. „Es ist eine fantastische 3D-Visualisierungssoftware, die wir Seite an Seite mit unseren BIM-Tools verwenden.“

DLR group

Stevenson plädiert dafür, dass man den Einsatz mehrerer Softwarelösungen in Erwägung ziehen sollte. Auch hier empfiehlt es sich, sich zunächst über die Projektanforderungen klar zu werden und dann rückwärts zu arbeiten. Mit einer Reihe von Software-Tools können Sie die mühsam gesammelten Daten 2-, 3-, 5- oder sogar 10-mal wiederverwenden, und zwar für so viele Ergebnisse, wie Sie benötigen.

„Lassen Sie sich nicht auf eine einzige Lösung festnageln“, gibt er noch als Tipp. „Stellen Sie sicher, dass die Daten, die Sie erfassen, für verschiedene Prozesse in Ihren Projekten mehrfach übersetzt werden können.“

 

3. Mehr schaffen mit der NavVis Reality Capture Lösung

Unsere beiden Experten sagen, dass die NavVis Reality Capture Lösung - bestehend aus dem NavVis VLX und der NavVis IVION Software - nicht nur den Einstieg in die 3D-Erfassung erleichtert. Darüber hinaus kann diese Lösung Ihr Unternehmen dabei unterstützen, mehr Projekte in kürzerer Zeit durchführen zu können.

NavVis-VLX+IVION

Byrd seinerseits betonte speziell auf den Wert eines mobilen Scanners wie dem NavVis VLX: „Einer der großen Pluspunkte ist, dass wir große Projekte schneller abwickeln können. Mit mobilem Mapping können wir zu einem Standort reisen und müssen dort nur ein oder zwei Tage verbringen, anstatt vier oder fünf - und das hilft uns bei einem Problem in der Branche, das jeder kennt: Ressourcenmangel.“

„Jeder versucht, Fachleute für Laserscanning zu finden, aber leider besteht da ein ziemlicher Fachkräftemangel. Wir betrachten solche Werkzeuge also als Effizienzgewinner. Wir sind in der Lage, mit dem, was wir haben, mehr zu tun, indem wir ein neues Tool kaufen, anstatt eine weitere Person einzustellen.“

Stevenson konnte feststellen, dass die NavVis Reality Capture Lösung auch sein Unternehmen effizienter gemacht hat. Er sagt, er habe einen großen Nutzen in der Cloud-Verarbeitung gefunden, wie sie auch in der NavVis IVION Softwar genutzt wird.

„Das Cloud Processing Add-on für NavVis IVION hat uns wirklich den Weg zu mehr Effizienz geebnet. Wenn Sie an ein Gebäude mit einer Fläche von 10.000 Quadratmetern denken und an die Anzahl der statischen Scans, die dafür erforderlich wären, und die damit verbundene Arbeit, alle zu registrieren. Das ist eine Menge Zeit. Das ist eine Menge Rechenleistung auf einem lokalen System.“ Außerdem müsste man sie nacheinander verarbeiten, was den Zeitplan noch weiter in die Länge ziehen würde.

„Mit dem Cloud Processing Add-on“, sagt er, „können wir eine Vielzahl von Scans gleichzeitig verarbeiten lassen. Wir können ein ganzes Terabyte an Daten auslagern, am nächsten Morgen zurückkommen und unsere Legosteine liegen schon bereit, wenn man so will. Alles, was wir noch tun müssen, ist sie zusammenzusetzen.“

„Das hat unsere tägliche Arbeit völlig verändert. Es hilft unserem kleinen Team, die Anforderungen unseres 1400-Personen-Unternehmens zu erfüllen.“

 

Sie möchten mehr erfahren?

In diesem Artikel haben wir nur einige der vielen Höhepunkte der einstündigen Diskussion inkl. Q&A festgehalten. Wenn Sie gerne weiter in die Tiefe gehen möchten, erfahren Sie im Webinar mehr über:

  • Tipps für den Aufbau eines hybriden Workflows
  • Nutzen und Sinn von Kontrollpunkten
  • Einsatz von mobilen Mappingsystemen für die topografische Vermessung
  • Ausblick in die Zukunft der 3D-Erfassungstechnologie
  • ... und vieles mehr!

Das komplette Webinar auf Englisch finden Sie hier.

Sean Higgins ist selbstständiger Technikjournalist, ehemaliger Redakteur einer Fachzeitschrift und Naturliebhaber. Er ist der Meinung, dass 3D-Technologien klar und verständlich erklärt und besprochen werden sollten.