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Matthew Craig Di, Mär 16, '21 5 min read

Wie NavVis den Prozess der 3D-Datenerfassung revolutioniert

Laserscanning-Experte Matthew Craig erklärt, wie die NavVis-Technologie die traditionellen Arbeitsabläufe bei der 3D-Datenerfassung positiv verändert.

In einem Interview, das ich kürzlich mit Gene Roe von Lidar News geführt habe, ging es um meine Erfahrungen mit der Technologie von NavVis. Dort habe ich erläutert, warum die Einführung des neuen NavVis VLX meiner Meinung nach einen wichtigen Meilenstein in Sachen 3D-Datenerfassung darstellt.

Was ich in diesem Interview jedoch nicht weiter herausgestellt habe, ist die Tatsache, dass das von NavVis entwickelte Softwaretool NavVis IVION Core (früher bekannt als NavVis IndoorViewer) genauso beeindruckend ist wie die Hardware des NavVis VLX. Und dafür kann ich gleich mehrere Gründe nennen:

  • Die Benutzerfreundlichkeit beim Navigieren durch die Bilder.

  • Die Möglichkeit, zwischen der Bildansicht und der 3D-Punktwolke zu wechseln.

  • Die Anreicherung des Datensatzes mit Hilfe von Tags, Dokumenten und Mediendateien, die sich hinzufügen lassen.

  • Die Möglichkeit, die Benutzeroberfläche individuell an die eigenen Bedürfnisse anpassen zu können.

  • Die Option, Skripte hinzuzufügen, welche eine Schnittstelle zu IoT-Geräten bilden, mit der Echtzeitdaten angezeigt werden können.

  • Die Tatsache, dass NavVis IVION Core sowohl über die Cloud genutzt als auch auf einem Server vor Ort installiert werden kann.

Dem Kunden diese Funktionalität zur Verfügung zu stellen, wird die traditionellen Arbeitsabläufe, an die der Kunde bei der Beauftragung von Dienstleistungen und der Nutzung der 3D-Datenerfassungstechnologie gewöhnt ist, grundlegend verändern:

Während die 3D-Datenerfassung zuvor meist an externe Dienstleister ausgelagert wurde, rechnet es sich heutzutage für Ingenieur- und Bauunternehmen, Betreiber und andere Unternehmen, diese selbst mit Hilfe dieser neuen Technologie durchzuführen - eine echte Zäsur!

Und erst so richtig denkbar seit dem mobilen Mappingsystem von NavVis, das es bei bestimmten Anwendung sogar mit einem terrestrischen Laserscanner aufnehmen kann. Durch Hardware wie dem NavVis VLX und innovativer Software wie NavVis IVION Core wird 3D-Datenerfassung in Zukunft immer mehr Raum einnehmen und attraktiver werden.

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Besser, schneller, günstiger, sicherer

Ein wichtiger Punkt, den es zu beachten gilt, ist, dass jede Technologie nur ein Hilfsmittel für einen Arbeitsprozess sein kann. Denn selbst die beste Hardware oder Software kann keine guten Ergebnisse liefern, wenn der Arbeitsprozess, in den sie eingebunden ist, schlecht geplant oder mangelhaft umgesetzt wird.

Wie ich bereits in dem Interview mit Lidar News erwähnt habe, und ich wiederhole es noch einmal: Der Einsatz von Technik soll zu einer Optimierung der Produkt- und Dienstleistungsqualität führen. Technik muss die Effizienz und den Zeitplan für die Ausführung arbeitsbezogener Aufgaben verbessern und die dabei anfallenden Kosten senken, und sie muss für mehr Sicherheit derjenigen sorgen, die die Arbeit ausführen. Kurz gefasst: besser, schneller, billiger, sicherer.

Wenn eine Technologie nicht alle vier dieser Faktoren erfüllt, warum sollte man dann in sie investieren? Viele Unternehmen haben in Technologielösungen investiert, ohne diese vier Faktoren zu berücksichtigen. Anstatt dass der Wert einer Technologie nüchtern beurteilt wird, ist es nur zu oft der „Wow-Faktor“, der Unternehmen zum Kauf bewegt. Das führt häufig dazu, dass nach einem Problem gesucht wird, das man mit dieser Technologie beheben kann. Das Ergebnis: Beide Unternehmen (sowohl Verkäufer als aus Käufer einer bestimmten Technologie) verschwenden Zeit, Geld und andere Ressourcen darauf, ebenjene Technologie auf Biegen und Brechen zum Laufen zu bringen, was letztlich nur dem Ruf dieser Technologie schadet.

„Dank der Hardware- und Softwarelösungen von NavVis ist es möglich, die 3D-Datenerfassung exponentiell schneller durchzuführen.“

Dank der Hardware- und Softwarelösungen von NavVis ist es möglich, die 3D-Datenerfassung exponentiell schneller durchzuführen und hochwertige Produkte zu liefern, die zu Visualisierungszwecken eingesetzt werden können und weitere Funktionen wie das Asset-Tagging bieten. Die Kosten, die für Erfassungsdienstleistungen für 3D-Daten anfallen, haben bisweilen wahrscheinlich einige von dieser Technologie abgeschreckt. Mittlerweile sind die Produkte von NavVis jedoch erschwinglicher geworden und eignen sich für immer mehr Anwendungsfälle, wodurch sie für Unternehmen attraktiv sind, die wettbewerbsfähig bleiben möchten und daher nach innovativen Technologien suchen. Darüber hinaus sorgt die NavVis-Technologie für mehr Sicherheit, indem mit ihr die Zeit für die Erfassung wichtiger Informationen und damit zugleich das Expositionsrisiko in gefährlichen Umgebungen verringert wird.

Die Benutzerfreundlichkeit und Funktionalität eines 3D-Viewers ist nur ein Teil der Lösung. Mit NavVis IVION Core ist es zwar nicht möglich, dreidimensionale CAD-Modelle zu importieren, dafür können jedoch 3D-Punktwolkendaten in ein neutrales Dateiformat (ASTM e57) umgewandelt werden. Diese Dateien können dann in andere Softwarelösungen für die Anlagenplanung importiert werden, wodurch eine softwareübergreifende Nutzung von Punktwolkendaten möglich ist. Punktwolkendaten können darüber hinaus von anderen terrestrischen Laserscannerplattformen über neutrale Dateiformate importiert werden.

Scannen einer hochmodernen Anlage mit dem NavVis VLX

Eine mit #NUBIGON erstellte Punktwolken-Animation

Seit 25 Jahren beschäftige ich mich in meinem Beruf schon mit dem Thema 3D-Datenerfassung. Während dieser Zeit habe ich mit mehreren 3D-Datenerfassungssystemen als Dienstleister gearbeitet, kenne aber auch die Perspektive des Endanwenders aus der Zeit, als ich für zwei Ingenieur- und Bauunternehmen tätig war. Außerdem habe ich für ein Softwareunternehmen gearbeitet, welches Softwarelösungen für die 3D-Datenerfassung für Dienstleistungsunternehmen, Ingenieurbüros und Bauunternehmen sowie für Betreiber von Produktionsanlagen entwickelt hat. Zuvor habe ich jedoch 15 Jahre lang als Konstrukteur und Systemanalytiker eines großen Ingenieur- und Bauunternehmens gearbeitet. Dank dieser insgesamt mehr als 40-jährigen Erfahrung habe ich ein tiefes Verständnis dafür gewinnen können, worauf bei neuen Technologien wirklich zu achten ist und welchen Mehrwert sie in der Produktion bringen können.

„Unsere Studierenden waren der Meinung, dass NavVis IVION Core eine viel benutzerfreundlichere und einfacher zu bedienende Anwendung ist als andere 3D-Visualisierungstools.“

Der Anwendungsfall, auf den sich das Interview mit Lidar News bezog, fand im San Jacinto College Center of Petrochemical, Energy, and Technology (CPET) Glycol Unit in Pasadena (Texas) statt. Diese hochmoderne Bildungseinrichtung bietet ihren Studierenden eine voll funktionsfähige Anlage, in der sie mehr über Anlagenbetrieb und -dienstleistungen lernen können. Diese Einrichtung war nicht nur ein hervorragendes Testgelände für den Vergleich zwischen einem herkömmlichen terrestrischen Laserscanner und dem NavVis VLX, sondern erlaubte es den Studierenden darüber hinaus auch, verschiedene Visualisierungstools zu benutzen. In Gesprächen mit den Dozierenden der Hochschule waren die Studierenden der Meinung, dass NavVis IVION Core eine viel benutzerfreundlichere und einfacher zu bedienende Anwendung ist als andere 3D-Visualisierungstools.

Mein Tipp an alle, die für die Dokumentation und Verwaltung von Anlagen oder zur Unterstützung der Bauplanung bzw. zur Baufortschrittskontrolle 3D-Datenerfassungstools in Erwägung ziehen: Ziehen Sie die mobilen Mappingsysteme von NavVis in Betracht, und natürlich auch die NavVis IVION Core Software. Sie werden feststellen, dass Sie dadurch nicht nur qualitativ hochwertigere Ergebnisse liefern können, sondern auch Zeit für die Informationserfassung sparen werden. Außerdem lassen sich mit diesen Technologien die Kosten für die Durchführung der Arbeiten senken und die Sicherheitsrisiken durch die Verringerung der Expositionszeit in gefährlichen Umgebungen reduzieren. Getreu dem Motto: besser, schneller, günstiger, sicherer.

Matthew Craig ist Inhaber und Präsident von Visual Precision Solutions. In den letzten 25 Jahren hat er sich auf Hardware- und Softwaretechnologien spezialisiert, mit dem Fokus auf 3D-Datenerfassung und Präzisionsmessungen für die Industriebranche.

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Matthew Craig

Matthew Craig is the owner and president of Visual Precision Solutions. For the past 25 years, Matthew has specialized in hardware and software technologies that focus on 3D data capture and precision measurement for the industrial market.