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Bulent Yusuf Di, Dez 10, '19 3 min read

Der digitale Fabrikzwilling von Siemens, powered by NavVis

Das mobile Indoor-Mappingsystem von NavVis hat es Siemens ermöglicht, 10.000 Quadratmeter an einem Tag zu scannen, ohne die Produktion zu unterbrechen, und so einen digitalen Fabrikzwilling zu erstellen.

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Das Siemens-Elektronikwerk Amberg hat seinen Sitz in Bayern und stellt eine Reihe von Präzisionsprodukten wie speicherprogrammierbare Steuerungen (PLC) und Bedienungspanele (HMI) her. Der Standort ist eine digitale Fabrik von Weltrang und leistet Pionierarbeit bei Digitalisierungsinitiativen zur Steigerung der Effizienz und Verkürzung der Zeit für die Marketeinführung.

Ohne eine Vergrößerung der Produktionsfläche - 10.000 Quadratmeter - und bei nahezu unverändertem Personalbestand hat das Werk seine Produktionskapazität seit seiner Eröffnung im Jahre 1989 um das Dreizehnfache gesteigert. Diese Effizienzsteigerungen haben auch die Flexibilität der Produktion erhöht, sodass das Werk über 1000 Produktvarianten pro Tag und ein Produkt pro Sekunde herstellen kann.

Das Siemens-Elektronikwerk Amberg ist weiterhin Vorreiter für Innovationen der digitalen Fabrik und hat 2018 ein Projekt mit NavVis durchgeführt, um einen digitalen Zwilling der Fabrik zu realisieren, in den man eintauchen kann.

"Mit NavVis IndoorViewer habe ich meine Fabrik in meiner Tasche", sagt Thomas Meier, Head of Technology Excellence der Siemens Elektronikwerke. "Ich kann mein Telefon herausnehmen und meinen Lieferanten meine Fabrik zeigen."


 

Die Notwendigkeit von genauen Daten und genauer Dokumentation

Wie bei allen modernen Produktionsstätten besteht auch beim Siemens-Werk Amberg die Herausforderung darin, die verschiedenen Beteiligten mit aktuellen Informationen über den Zustand des Standorts zu versorgen.

Fabrikplaner benötigen genaue Daten und Zusammenhänge für Projekte zur Verlagerung von Fließbändern, sei es für das anfängliche Scoping oder die Umsetzung bei der Ausschreibung der erforderlichen Lieferanten. Es kann eine unglaubliche Herausforderung sein, den Überblick zu behalten und die zahlreichen schrittweisen Änderungen in der Fertigung genau zu dokumentieren, um auf neue Marktanforderungen zu reagieren.

"Wir müssen ständig Maschinen oder Montageausrüstung in andere Werke verlagern", erklärt Meier.

Darüber hinaus lädt Siemens regelmäßig potenzielle Kunden zu Werksbesichtigungen nach Amberg ein und veranstaltet über 400 Werksbesichtigungen pro Jahr. Aus Sicherheitsgründen und um die Produktionsabläufe nicht zu stören, finden die Führungen auf einer Plattform oberhalb der Werkshalle statt. Da die Kunden jedoch nur einen Blick aus Vogelperspektive auf die Anlage haben, haben sie nicht die Möglichkeit, sich bestimmte Maschinen genauer anzusehen.

"Wir machen unsere Führungen für unsere Besucher von der Plattform aus, damit sie einen vollen Überblick über unsere Produktion haben", sagt Meier. "Aber in manchen Fällen ist es auch notwendig, auf die Details einzugehen."

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Eine schnelle Lösung mit dem NavVis M6

Enter NavVis. Siemens trat an uns heran, um herauszufinden, wie unsere Lösung für die digitale Fabrik ( ) einevirtuelle Nachbildung der Fabrikhalle erstellenkönnte, um die betriebliche Effizienz zu steigern und die Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten in der Fabrik im Allgemeinen zu verbessern. 

Der erste Schritt bestand darin, schnell und unkompliziert eine Punktwolke der Produktionsfläche zu erstellen. Das mobile Indoor-Mappingsystem NavVis M6 wurde eingesetzt, um 10.000 m² an einem einzigen Tag zu scannen, und das bei einer minimalen Unterbrechung der Produktion.

Und als das Team bei Siemens eine virtuelle Nachbildung ihres Werks mit dem NavVis IndoorViewer sah, wurde der Wert der digitalen Fabriklösung von NavVis erst so richtig deutlich.

Durch die Kombination von präzisen Daten von Punktwolken mit 360˚-Panoramabildern bietet NavVis IndoorViewer einen beeindruckenden 3D-Rundgang; die am Bau Beteiligten können den „as-is“-Zustand der Fabrik von jedem Webbrowser aus sofort einsehen.

 

Effizientere Montageplanung und Werksbesichtigungen

Laut Thomas Meier nutzt Siemens den digitalen Zwilling des Elektronikwerkes Amberg für verschiedene Anwendungsfälle - und prüft mögliche Anwendungen für die Zukunft.

"Früher mussten die Kollegen zu mir nach Amberg kommen und sich die Produktionsanlagen ansehen, damit sie einen Überblick oder einen Eindruck bekommen konnten, wie es hier aussieht", sagt Meier.

"Mit dem NavVis IndoorViewer müssen meine Mitarbeitenden nicht mehr nach Amberg kommen, sondern navigieren einfach durch das immersive 3D-Modell unserer Fabrik, was uns eine Menge Reisekosten erspart."

Laden Sie die Fallstudie herunter und erfahren Sie mehr darüber, wie Siemens mit der immersiven digitalen Zwillingstechnologie von NavVis die Grenzen der digitalen Fabrik verschiebt.